Sport = Spaß? Ein nicht ganz ernst zu nehmender Blick ins Fitnesstudio

monkey-1577559_1920_1_1_2_2_2_1.jpgSchon beim Treppensteigen hoch ins Studio rinnt der Schweiß das Kinn hinab. Die schwere Sporttasche, gefüllt mit mindestens 30 Kilo Backsteinen,  macht die Sache nicht einfacher und dabei steht dir das Schwierigste noch bevor: Das Umziehen in der Umkleidekabine.

Bei dem Weg in die Kabine gibt es bereits zahlreiche Hindernisse zu überwinden. Handtücher auf dem Boden, offene Schließfachtüren die auf Deinen Kopf aus sind oder andere Mitglieder, die, beim Versuch sich die Schnürsenkel im Stehen zuzubinden, dir ihren Allerwertesten entgegenstrecken.

Hast Du nun endlich ein freies Schließfach gefunden und auf der Bank noch ein paar Quadratzentimeter Platz ergattern können, geht es ans Eingemachte: Der Sport-BH und die enge Fitness-Tights ziehen sich nicht von selbst an. Da heißt es Pobacken zusammenkneifen, Bauch einziehen und rein in die Multifunktionskleidung. Danach noch schnell einen prüfenden  Blick in den Spiegel ob man die Unterwäsche sieht und die Tights nicht zu hoch gezogen wurden.

Sitzt alles wo es soll geht es ab zum Aufwärmen auf den Crosstrainer. Stufe 8 von 25 reicht heute vollkommen aus  und nach 10 Minuten auf dem Ellipsentrainer schläft sowieso wieder der rechte Fuß ein. Nach dieser Survival-Übung geht es vollmotiviert an die Kraftgeräte. Faltenfrei und ordentlich wird erst das Handtuch zurechtgelegt und danach penibel (aber möglichst unauffällig) die Übungsanleitung auf den Geräten in Augenschein genommen, man will sich nicht blamieren, schließlich ist man ja kein Anfänger (muss sich aber trotzdem vergewissern dass man das Gerät korrekt benutzt). 

So erging es mir in den Monaten in denen ich das erste Mal regelmäßig ins Fitnessstudio gegangen bin. 

Spaß? Fehlanzeige. Eher Zwang, Unsicherheit und „bloß schnell weg hier“ Gefühl.

Der Spaß stellte sich erst nach ein paar Monaten ein, als das Training zu meinem Wochenablauf dazugehörte. Der Mensch braucht circa 3 Monate damit eine neue Gewohnheit „in Fleisch und Blut“ übergeht und die habe ich definitiv gebraucht.

Jetzt habe ich den Sport seit einiger Zeit etwas (nein, sehr)  schleifen lassen, war nicht im Studio, ein paar Mal Joggen und habe nur sporadisch Home-Workouts gemacht. Ich bin umgezogen, habe dadurch zwar einige Tage schwer geschleppt und bin zig Treppen und Etagen schwer bepackt hoch und runter gerannt (langsam und leicht geht bei mir einfach nicht!) aber wirklich Sport habe ich nicht getrieben. 

Aber jede Art von Bewegung ist gut, von daher ist mein Gewissen schon etwas beruhigt. Das Einzige was mich nervt ist die Tatsache dass meine Gewohnheit regelmäßig ins Studio zu fahren dahin ist. 3 Monate harte Arbeit um diese Gewohnheit zu etablieren wurden in nur ein paar Wochen zunichte gemacht. 

Jetzt stehe ich wieder vor meinem Schweinehund der auf gutem Wege ist zur alten Form zurück zu finden. Aber da hat er Pech gehabt: Auf dem Weg zur alten Form bin ich auch.

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